Raw Pumpkin-Pie

Ich hab ja schon so einige Käsekuchen-Rezepte ausprobiert, veganer Käsekuchen war aber noch nicht dabei. Schon gar nicht ohne Backen und mit jeder Menge gesunder Zutaten, die auch noch allesamt gut schmecken. Als ich über dieses Rezept gestolpert bin, hab ich deshalb auch nicht lange gefackelt und es sofort ausprobiert.

Veganer Käsekuchen

Warum veganer Käsekuchen mich als Nicht-Veganerin überhaupt interessiert? Weil ich finde, dass jede einzelne vegane Mahlzeit ein Gewinn ist. Für das Wohlbefinden der Tiere, meines und letztendlich auch für das der Gesellschaft. Wenn Kuchen dann auch noch plötzlich gesund wird, gehe im Geiste schon motiviert den Ablauf des entdeckten Rezeptes durch und fiebere gespannt dem Ergebnis entgegen. Dieser Raw Pumpkin – Cheesecake ist außerdem nicht nur cremig-fein, nicht zu süß, frisch und großartig gewürzt, sondern auch – ganz wichtig! – voller frischer Zutaten wie Datteln, Walnüsse, Cashews und Kürbis. Letzteres übrigens in Form von Püree, das sich ohne großen Aufwand selbst herstellen lässt. Dazu verrate ich euch schon bald etwas mehr und erzähl euch einstweilen lieber, wie ich das vegane Dessert abgewandelt und nach meinem Geschmack zubereitet habe.

Rezept für Raw Pumpkin Pie – Cheesecake

2 Stunden

10-12 Stück

für die Basis:

  • 200 g entsteinte Datteln
  • 150 g Walnusskerne
  • 1 Prise Salz

für die Füllung:

  • 180 g Cashewkerne
  • 30 ml Zitronensaft
  • 70 ml Kokosnussmilch
  • 45 ml Kokosnussöl
  • 120 ml Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 65 g hausgemachtes Kürbispüree
  • etwas Salz
  • 1 EL Pumpkin Spice
  • 1 EL Vanille-Extrakt
  • etwas Zimt
  • optional: aufgeschlagene Kokosnuss-Sahne; in braunem Zucker geröstete Pekan-Kerne

Zubereitung der Basis:

Zuerst die Cashew-Kerne in heißes Wasser legen und bei Raumtemperatur etwa eine Stunde ziehen lassen. Dann mithilfe eines sauberen Tuches ausdrücken und zur Seite legen (die werden für die Füllung benötigt). Inzwischen die entsteinten Datteln mithilfe eines Blenders zerkleinern, bis sich ein etwas klebriger Ball gebildet hat. Dann aus dem Blender nehmen und beiseitestellen. Danach Walnüsse und Salz in den Blender geben und zu Mehl zerkleinern. Die Datteln wieder in den Blender zur Nussmischung geben und zerkleinern, bis sich ein loser Teig bildet. Dieser sollte ein wenig zusammenkleben, wenn man ihn mit den Fingern zusammendrückt. Sollte er aber zu klebrig werden, einfach noch ein paar zusätzliche Walnüsse beimengen und noch einmal sorgfältig durchrühren.

Eine Springform mit Backpapier auslegen. Die „Crust“ gleichmäßig in der Springform verteilen und mit den Fingern oder der Rückseite eines Glases glattdrücken. In den Gefrierschrank stellen und inzwischen die Füllung zubereiten.

Zubereitung der Füllung:

Dafür zuerst die Cashews in den Blender geben und mit den restlichen Zutaten für die Füllung so lange mixen, bis eine sämige Masse entstanden ist. Auf die kalte Kruste geben und danach ein paarmal mit der Form auf die Küchenplatte klopfen, damit sich etwaige Bläschen in der Masse auflösen. Dann locker mit etwas Frischhaltefolie einwickeln und für etwa vier bis sechs Stunden in den Tiefkühler stellen. Danach mit einem Buttermesser vorsichitig vom Rand lösen und die Springform öffnen. Mit etwas aufgeschlagener Kokossahne* und gerösteten Pekan-Kernen** garnieren und zuletzt servieren.

Tipp:

*Aufgeschlagene Kokossahne erinnert von der Konsistenz her stark an Schlagobers und schmeckt – Surprise! – nach Kokosmilch. Um sie zuzubereiten, muss man lediglich Kokosmilch in Dosen in den Kühlschrank stellen und die festgewordene Masse an der oberen Hälfte der Dose wie Schlagobers aufschlagen. Aber nur ganz kurz, wer zu lange rührt, läuft Gefahr, die Kokossahne „ausflocken“ zu lassen.

**Für geröstete Pekan-Kerne braucht man lediglich etwas Butter und ein wenig braunen Zucker. Die Kerne einfach darin karamellisieren. Fertig ist die süße Nascherei!

Raw Vegan Pumpkin Pie-Pekannuesse
3 Comments
  • Sigrid

    8. September 2017at10:48 Antworten

    Halli, Hallo, was für ein toller Blog, inspirierende Rezepte und wunderschöne Fotos! Sag mal, woraus machst du das Kürbispüree (Hokaido ist es vermutlich nicht, das würde oranger ausschauen), und wie bereitest du es zu? Vielleicht hab ich es einfach überlesen? Liebe Grüße, Sigrid

    • Katharina

      8. September 2017at11:10 Antworten

      Servus Sigrid!

      Erstmal herzlich willkommen auf dem Sweet Trolley! Ich freu mich, dass du hergefunden hast und dass es dir hier so gut gefällt! 🙂

      Ich mache mein Kürbispüree tatsächlich immer mit Hokkaido-Kürbis, der Kuchen ist nur deshalb nicht so orange, weil die Cashewnüsse und die Kokosmilch die Farbe total strecken!

      Den Kürbis dazu einfach schälen, entkernen, weichkochen und pürieren. Wenn der Brei zu dick wird, einfach so viel wie nötig vom Kochwasser hinzufügen! 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

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