How To Hygge: Comfort Food

Bereits in unserem ersten Beitrag zum Thema Hygge haben wir euch erzählt, dass das dänische Lebensgefühl sehr viel mit ganzheitlichem Wohlbefinden und dem Schätzen kleiner Glücksmomente zu tun hat. Auch, dass man Hygge in der Regel Schritt für Schritt erlernen muss. Deshalb haben wir auch ein paar erprobte Tipps für mehr Hygge im Leben für euch vorbereitet. Naja, nicht nur für euch. Auch uns tut ein wenig mehr Gelassenheit im Alltag sicher gut. Den Anfang macht dabei eine der schönsten Nebensachen der Welt: Essen. Sogenanntes Comfort Food, um genau zu sein. Dazu müssen wir nun aber erst einmal etwas weiter ausholen.

Tipps für mehr Hygge im Leben - Comfortfood

Gekau(f)tes Glück

Dass Erinnerungen an unser Lieblingsessen aus Kindertagen erwiesenermaßen Glücksgefühle in uns auslösen, ist wohl für niemanden etwas Neues. Ob “Omas Buchteln mit Vanillesauce” oder “Mamas unerreicht flaumige Topfenpalatschinken mit Guss” – all diese Gerichte stehen für eine behütete Zeit voller Wärme und familiärer Fürsorge, an die wir uns gerne zurückerinnern. Etliche dieser kulinarischen Trostspender sind aber leider wahre Kalorienbomben, die unseren Organismus auf Dauer weit mehr belasten, als dass sie ihm nützen.

„La Grande Bouffe“

Als leidenschaftliche Stress-Esserin und Cineastin muss ich diesbezüglich immer unweigerlich an Marco Ferreris “La Grande Bouffe” denken. Den französisch-italienischen Spielfilm aus den 70er-Jahren, der im Stil eines barocken Weltuntergangsgemäldes die Geschichte vierer Männer erzählt, die sich kurzerhand dazu entschließen, ihrem Leben lustvoll ein Ende zu setzen, indem sie sich ganz einfach zu Tode fressen. Kaum ein anderer Plot vermag die feine Grenze zwischen Genuss und Übermaß, die bodenlose Ausuferung irdischer Gelüste und die nicht selten damit verbundenen, dunklen Tiefen der menschlichen Psyche so gut darzustellen wie “Das große Fressen”.

Eine Dekonstruktion des tristen Dilemmas der perfekten Saturiertheit unserer bourgeoisen Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Versuch des sprichwörtlichen Stopfens gefühlter Leere mit vermeintlich tröstenden Mahlzeiten, gestaltet sich beim genauen Hinsehen nämlich zwar genauso traurig aber weit einfacher als vermutet. Zumindest, was die Theorie angeht: Wer satt ist, sucht sein Glück im Essen vergeblich.

Weniger ist mehr

Diese im Grundprinzip einfache Rechnung betrifft dabei keinesfalls ausschließlich unser Essverhalten. Ganz und gar nicht. Sie wirkt sich sogar auf unseren gesamten Konsum aus. Aufgrund des abnehmenden Grenznutzens des Materiellen nimmt das Glücksgefühl generell nicht mehr proportional mit jedem getätigten Kauf zu. Im Gegenteil. Das Anhäufen von Gütern belastet uns aufgrund unseres verschärften Bewusstseins über unseren ohnehin schon überdimensionalen ökologischen Fußabdruck sogar eher. Das führt zu völlig neuen Konsumpraktiken, die vor allem in Branchen wie Tourismus oder Lebensmittel deutlich spürbar werden. Es scheint, als befänden wir uns in der Phase einer gewissen Luxusmüdigkeit. Einer Phase des Umbruchs, in der sich Luxus immer mehr an Gütern als an Gutem orientiert.

Genussvoll Neues entdecken

Auch beim Genuss von Essbarem besinnt sich der aufgeklärte Konsument immer stärker aufs Wesentliche. Er scheint immer größer werdende Freude am Entdecken von Lebensmittel zu haben, um deren Existenz er bis dato nicht einmal Bescheid wusste. Ja, er stellt sogar immer öfter fest, dass der größte Luxus nicht selten im Verzicht liegt.

Kein Wunder also, dass nicht nur das Interieur unserer eigenen vier Wände, sondern auch unsere Mahlzeiten minimalistischer, ja, sogar elementarer werden. Dass wir immer mehr über die Herkunft von Lebensmitteln, unterschiedlichste Zubereitungsarten und damit verbundene Produktionsketten erfahren möchten. Generell scheint Wissen eine immer größere werdende Rolle in unserem Leben zu spielen. Nicht nur was Identifikation, sondern auch was Distinktion angeht. Und weil Lernprozesse bekanntermaßen Zeit erfordern – das wertvollste aller Güter – rückt auch der Weg zum Ziel immer stärker ins Zentrum unseres Bewusstseins. Das erscheint im Hinblick auf unsere eigene Unendlichkeit auch absolut richtig.

Tipps für mehr Hygge im Leben: Smart snacken!

Hilfreiche Tipps für mehr Hygge im Leben liegen deshalb stets im bewussten Genuss des Augenblicks. Im heutigen Beitrag vor allem im Schätzen hochwertiger Lebensmittel und der Freude am Ausprobieren völlig neuer Köstlichkeiten und Geschmackskombinationen.

Und weil nebst klassischem Comfort Food wie dampfenden Heißgetränken, warmen Mehlspeisen wie frisch gebackenen Zimtschnecken oder flaumigen Muffins und herzerwärmend sämigen Suppen, die auf dem Küchenofen gemächlich vor sich hinköcheln, bekanntermaßen auch beliebte Treats wie Schokoriegel & Co. für etwas mehr Entspannung im Alltag sorgen, haben wir diesbezüglich ein paar nette Alternativen für euch im Repertoire. Statt hier auf überzuckerte, vor künstlichen Zusatzstoffen triefende Süßigkeiten zurückzugreifen, solltet ihr euch nämlich ab und zu mal ganz bewusst für gesunde Snacks entscheiden. Die sorgen nebst gutem Geschmack ganz nebenbei auch für mehr Wohlbefinden. Lecker und smart snacken und dabei neue Produkte entdecken, deren Zutaten der eigene Gaumen vielleicht noch nicht kennengelernt hat.

How-to-Hygge-smart-snacken-lieferei-wien

Wer wie wir am Land wohnt, weiß, wie schwierig es oft ist, derlei Produkte aufzustöbern. Klar gibt es einige Drogerien und Supermärkte, die immer mal wieder was Neues im Sortiment haben. In Summe ist die Auswahl aber zumeist recht eingeschränkt. Dasselbe gilt für auch für Getränke.

Zwar hat der regionale Getränkedealer des Vertrauens das persönliche Lieblingsgetränk stets lagernd und schüttelt von Zeit zu Zeit auch neue Asse aus dem Ärmel, deckt aber natürlich nicht ein so großes Spektrum ausgefallener Craft-Biere, Spirituosen und Limonaden ab, wie man als waschechter Foodie gerne ausprobieren möchte.

Nascherei von der Lieferei

Begeisterte Getränke-Fans unter euch haben deshalb bestimmt schon was von der Lieferei gehört. Ihr wisst schon, die hippen Jungs und Mädels mit den schicken Getränkeboxen. Nein, nicht der Lieferservice mit dem – irgendwie sympathisch – angepissten Lieferanten, der euch in eurer Studienzeit mit Schokoriegeln, Papers, Bier und Klopapier versorgt hat, wenn ihr mal wieder vergessen habt, einzukaufen.

Die mit der umfangreichen Auswahl an unterschiedlichsten Craft – Bieren, Limonaden, frischen Säften und Superfoods. Die das auch alles direkt zu euch nach Hause bringen und bei denen ihr auch immer wieder gerne bestellt, ganz ohne vorher den wöchentlichen Einkauf vergessen zu haben. Die, bei denen Städter, die es beim bedachten Gemüseeinkauf nicht ganz so leicht haben wie wir Landeier, auch ihr wöchentliches Gemüsekistl vom regionalen Biohof bekommen. Ihr wisst schon, die auch Trendgetränke wie das allerorts beliebte, burgenländische Matcha-Erfrischungsgetränk “Hakuma” im Sortiment führen und mit veganen Süßwaren, wie den fantastischen “Coconut Pecks” oder den rawvolutionären Paleo-Snacks von “Raw Gorilla” aufwarten. Eine farbenfrohe Mischung ausgefallener Getränke und Snacks mit jeder Menge gesunder Zutaten und ganz ohne unnötige Zusätze eben.

Smartes Snacken bedeutet nämlich keineswegs, auf Geschmack zu verzichten. Im Gegenteil. Und weil ein gutes Leben im Allgemeinen sehr viel mit Balance zu tun hat, braucht ihr auch beim Genuss eurer heißen Schokolade mit Marshmallows gar kein schlechtes Gewissen haben. Vielleicht snackt ihr dazu beim nächsten Mal einfach etwas völlig Neues, Smartes. Vor allem aber solltet ihr es genießen!

Model & Inspiration: Anna | Text & Fotos: Katharina

in freundlicher Kooperation mit der Lieferei

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5 Comments
  • Jenni

    22. Februar 2017 at 8:01 Antworten

    Ganz ehrlich: Ein wundervoller Text mit einer grandios galanten Überleitung zum Produkt – ich glaube, ich habe noch niemals so gerne einen Kooperationsartikel gelesen wie diesen hier! Wundervoll umgesetzt, vielen Dank euch – und man nimmt trotzdem eine ganze Menge mit.
    Zum Beispiel darüber, warum das Weniger so aktuell ist und was das eigentlich mit der Suche nach dem Glück…achja, auf den Punkt getroffen! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Katharina

      22. Februar 2017 at 9:53 Antworten

      Hallo Jenni!

      Es freut mich sehr, dass dir der Text so gut gefällt! Auf dem Sweet Trolley gibt’s ja eher selten Kooperationen und wenn, dann sollen die schon einen gewissen Mehrwert haben. Ich bin ja selbst eine fleißige Blog-Leserin und bei lieblosen Werbeartikeln spring ich auch meist ab, weil es mir einfach ein bisschen zu fad wird. Gilt ja auch fürs Schreiben der Beiträge, die sollen ja ebenfalls Spaß machen! Ich freu mich also wirklich wie eine Schneekönigin drüber, wenn das auch bemerkt wird! 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

  • Pirates and Mermaids

    22. Februar 2017 at 13:03 Antworten

    Hallöchen!
    Das ist ein echt toller Beitrag und sehr hilfreiche Tipps!
    Ich hätte da auch einen Tipp: Dinge selber zu machen und schon am selbermachen erfreuen. Egal ob das jetzt Brot backen, nähen oder stricken ist – man weiß die Dinge viel mehr zu schätzen, wenn sie selbstgemacht sind und erfreut sich lange damit.

    Alles Liebe
    Lisa

    • Katharina

      22. Februar 2017 at 13:25 Antworten

      Hallo Lisa!

      Fein, dass du hergefunden hast und dich wohlfühlst! 🙂
      Du hast absolut Recht, der Prozess ist ja irgendwo auch gleichbedeutend mit besagtem Weg zum Ziel und eignet sich halt auch wunderbar dazu, gemeinsame Stunden zu verbringen. Gerade beim Backen von Brot finde ich es immer so schön, dass dazwischen so viel Leerlauf ist. Macht das Ganze ein bisschen zu einem Event!

      Liebe Grüße
      Katharina

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