Limoncello-Cupcakes

Limoncello-Cupcakes

Wer mich etwas näher kennt, weiß, dass ich keinen Alkohol trinke, ihn aber liebend gern verkoche oder verbacke. Wie zum Beispiel in diesen flaumigen Limoncello-Cupcakes, an denen nicht nur Zitronen-Liebhaber ihre wahre Freude haben.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Manchmal mache ich aber eine Ausnahme, wie in jener lauen Sommernacht im wunderbaren Amsterdam, in der ich das erste Mal Bekanntschaft mit dem beliebten Zitronenlikör machte. Wie so oft, bestellte ich damals anstelle hochprozentiger Cocktails nur Mineralwasser und etwas zu Essen. Was für die einen Gin Tonic ist, ist für mich eben ein Roastbeef Sandwich oder eine Falafel. Als ich mich umsah, stellte ich rasch fest, dass niemand außer mir irgendetwas aß. Gar nichts. Nicht mal einen Snack.

Zu diesem Zeitpunkt wäre ich in der Regel schon etwas skeptisch geworden und hätte mir das mit dem Essen noch einmal überlegt. Der sympathische 3-Tage-Bart und das verwegene Grinsen des flirtenden Lokalbesitzers und die vielen Freigetränke (Limoncello!), die er mir spendierte, machten mich aber ein wenig verlegen, weshalb ich meine Bedenken rasch über Bord warf. So kam es, dass ich kurz vor Mitternacht die schrecklichsten gegrillten Champignons meines Lebens vorgesetzt bekam. Da ich mich fürchterlich für die viel zu lauten Witzeleien meiner Freunde über mein Rotwerden beim Angeflirtet werden schämte und nicht noch mehr Aufmerksamkeit erregen wollte, spülte ich letztendlich zwei davon mit ein paar Gläsern Limoncello runter, um nur ja keiner Lebensmittelvergiftung zu erliegen.

Neben viel Gelächter, einem fürchterlichen Kater und jeder Menge wunderbarer Erinnerungen habe ich an diesem Samstagabend vor allem eines mitgenommen: meine Begeisterung für Limoncello, von dem ich bis heute immer ein Fläschchen bei meinen Backutensilien bunkere.

Frucht-Liebe: Limoncello-Cupcakes

Ich liebe fruchtige Mehlspeisen, besonders dann, wenn nicht nur der Teig, sondern auch das Frosting oder die Creme schön fruchtig ist. Genau wie bei diesen Limoncello-Cupcakes. Die feine Süße harmoniert eben fabelhaft mit der zitronigen Note und bildet für mich eine optimale Sommer-Kombination. Wenn’s draußen so richtig warm wird, sind mir Schokokuchen & Co. meist ohnehin etwas too much und ich greife automatisch auf luftigeres und fruchtigeres Gebäck zurück. Wer Cupcakes mag und Limoncello so gerne hat wie ich, der sollte die feinen Cupcakes unbedingt ausprobieren. Es lohnt sich, versprochen.

Rezept für Limoncello-Cupcakes

1 Stunde

6 Portionen

für den Teig:

  • 60 g weiche Butter (Zimmertemperatur)
  • 75 g Feinkristallzucker
  • 1 Päckchen Zitronenzucker
  • 1 großes Ei
  • 2 EL frisch geriebene Zitronenschale
  • 80 g glattes Mehl, gesiebt
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Buttermilch
  • 1 kleines Schnapsglas Limoncello

für das Frosting:

  • 200 g Doppelrahmfrischkäse
  • 75 g Staubzucker, gesiebt
  • 100 g Buttermilch
  • 2 EL Limoncello
  • 1 EL geriebene Zitronenschale
  • 1 TL frischer Zitronensaft
  • 6 geviertelte Zitronenscheiben

für die Limoncello-Cupcakes:

Für die fruchtigen Limoncello-Cupcakes zuerst die Butter hell und cremig schlagen. Dann den Zucker sowie den Zitronenzucker nach und nach einrieseln lassen und alles sorgfältig verrühren. Danach das Ei und die Zitronenschale vorsichtig unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver sowie dem Salz vermischen und dann abwechselnd mit der Buttermilch einrühren. Nicht zu stark rühren! Danach die Cupcakes mit Limoncello verfeinern und bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 15 Minuten backen.

für das Limoncello-Frosting:

Für das Limoncello-Frosting den Staubzucker in den Doppelrahmfrischkäse rühren. Die Buttermilch unter ständigem Rühren nach und nach beimengen. So lange rühren, bis die Masse zu einer dicklichen Creme wird – nicht wundern, das kann schon zehn bis 15 Minuten dauern. Mit Limoncello, geriebener Zitronenschale und etwas Zitronensaft verfeinern. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Auf die ausgekühlten Cupcakes spritzen und mit geviertelten Zitronenscheiben garnieren.

4 Comments
  • Eva

    19. Februar 2017at18:01 Antworten

    Hallo Katharina,
    da ist statt dem Cupcake-Topping wohl eine vegane Cheesecake-Füllung ins Rezept gerutscht? Würde mich über das richtige Topping sehr freuen.
    LG, Eva

    • Katharina

      19. Februar 2017at18:53 Antworten

      Hallo Eva!

      Erstmal freu ich mich sehr, dass du hergefunden hast! 🙂
      Danke, dass du mich darauf aufmerksam machst! Da ist beim Übertragen auf WordPress wohl etwas schiefgelaufen und wie ich am anderen Rezept sehe, sollte ich wohl besser nochmal persönlich nachkontrollieren.

      Das Rezept ist jetzt auf jeden Fall ausgebessert – beim Topping handelt es sich übrigens um ein Frischkäse-Frosting. Supereinfach herzustellen und wirklich gut im Geschmack!

      Liebe Grüße
      Katharina

  • Claudia

    6. Oktober 2017at19:47 Antworten

    Unglaublich einfach und lecker.Ich bin begeistert.Ich habe Minimuffins statt der grossen Muffins gemacht.Beim Topping 15%igen Frischkäse genommen .Funktioniert gut.Hätte nicht gedacht,dass man aus Frischkäse und Buttermilch so ein Topping rauskriegt.Vielen lieben Dank fürs Rezept!

    • Katharina

      9. Oktober 2017at14:18 Antworten

      Servus Claudia!

      Fein, dass dir das Rezept so gut aufgegangen ist! Ich mag Toppings generell sehr gern etwas leichter, also nicht ganz so buttrig, deshalb ist die Variante mit Buttermilch und Frischkäse auch eine meiner liebsten. Freut mich, dass sie dir auch geschmeckt hat! 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

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