Pan O'Gusto: Pannonisches Kulinarikfestival in Eisenstadt
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Pan O’Gusto 2017

Wulkaprodersdorf war ja immer schon ein bisschen Metropole unter den burgenländischen Nestern. Das liegt wahrscheinlich an unserem Bahnhof mit Direktverbindung nach Wien. So außergewöhnlich hier, dass wir anno dazumal sogar schon in Helmut Qualtingers „Bundesbahn Blues“ Erwähnung fanden. Wer in Wulkaprodersdorf wohnt, kann seine (sieben) Zwetschken außerdem direkt im eigenen Garten zusammensuchen und muss auch bei Gusto auf Hochlandrind, Wein, dem österreichischsten Kracherl der Welt oder Hakuma nur ein paar Häuser weiterziehen.

Pan O'Gusto Eisenstadt 2017 Hans Bauer Wulkaprosciutto

Bei Interesse an einem etwas umfangreicherem Angebot regionaler Schmankerl braucht es aber auch hier einen Blick über die Dorfgrenzen hinaus. Vor allem dann, wenn man Wert auf Abwechslung legt, schließlich sind die Produktionsstätten der burgenländischen Produzenten weit in der pannonischen Prärie verstreut. Das macht den wöchentlichen Einkauf in Form eines gemütlichen Wochenendausfluges zwar wahnsinnig charmant, ist bei akutem Zeitmangel aber eher mühsam.

Pan O'Gusto Eisenstadt 2017 Bio-Panonier
Pan O'Gusto Eisenstadt 2017 Claudia Krennwallner Spargel-Liebe

Iron City Rules

In höchstem Maße erfreulich also, dass die „Markthalle Kulinarium“ uns seit ihrer Neueröffnung im Jahr 2015 jeden Freitag und Samstag die Möglichkeit bietet, einzigartige Produkte aus der Region direkt in Eisenstadt kennenzulernen, zu verkosten und nicht zuletzt entspannt einzukaufen. Die mittlerweile einzige Möglichkeit dieser Art. Zumindest in der Landeshauptstadt und spätestens seit der Rabe bedauerlichweise endgültig den Schnabel voll hatte, seinen Beutel gepackt und das Rabennest geräumt hat. Die Eisenstädter Innenstadt ist eben bekanntermaßen hart gepflastert und bis auf den Autofrühling ist auch nicht viel los hier.

Kein Wunder also, dass man sich über Events wie das “Herbstgold Festival” bzw. das „Pan O’Gusto“ sprichwörtlich “die Haxn ausfreut”. Besonders dann, wenn sie zwei der drei schönsten Dinge der Welt miteinander verknüpfen: Essen und Musik. Das Eisenstädter Nachtleben liegt schließlich ebenfalls bereits im Sterben seit man einst das Baustein zu Grabe trug. Spätestens aber seit dem jähen Ende des „Mendez“.

Wie man sich also vorstellen kann, ist jede Art der Abwechslung hier stets willkommen. Vor allem, wenn sie direkt mit gutem Essen und hervorragendem Wein verbunden ist. Es ist nämlich vielleicht nicht alles in Butter hier, wurst ist das den meisten aber nicht. Vor allem wenn’s um kulinarische Genüsse geht.

Pan O'Gusto Eisenstadt 2017 Kirschen Genussquelle Strohmayer Produktpalette
Pan O'Gusto Eisenstadt 2017 Kirschen Genussquelle Strohmayer Regional
Pan O'Gusto Eisenstadt Hakuma
Pan O'Gusto Eisenstadt Gugumuck
Pan O'Gusto Eisenstadt Manufaba

„Pan O’Gusto“: Burgenland genießen

So kam’s dann auch, dass wir uns am Wochenende auf den Weg machten, Neues zu entdecken und Altbewährtes zu hamstern. Im vielleicht schönsten Ambiente überhaupt: der charmanten Orangerie im Eisenstädter Schlosspark. Die wählte man am 9. und 10. September nämlich erstmals als Schauplatz einer innovativen Entdeckungsreise durch den pannonischen Raum. Inklusive jeder Menge ausgesuchten Produzenten und engagierten Köchen aus Österreich, Ungarn und Slowenien, die unter der Patronanz von Gault & Millau moderne, regionstypische Kreationen in ihren Schauküchen vorstellten.

Selbstlos haben wir uns für euch durch überbackene Schnecken der Wiener Schnecken Manufaktur Gugumuck, Hans Bauers Wulkaprosciutto, eingelegten Spargel von Claudia Krennwallner, Kirschschokolade aus der Kirschen-Genussquelle Strohmayer, alles von der “Weidegans” und das ein oder andere Achterl ausgewählter Winzer der Region gekostet. Im Gegensatz zu anderen burgenländischen Genussmärkten gab’s hier nämlich mehr als nur den Wein eines einzigen Winzers zu probieren.

Pan O'Gusto MeetLuv
Pan O'Gusto 2017 MeetLuv
Orangerie Eisenstadt
Pan O'Gusto Hebstold 2017
Pan O'Gusto Eisenstadt Henrici
Pan O'Gusto Eisenstadt Publikum

Satt und glücklich haben wir uns dann trotzdem noch vegetarische Wraps (Wöd!) und bunte Pommes von Luv, eine Kugel Graumohn- und Marilleeis vom Eisgreissler und nicht zuletzt eisgekühltes Hakuma gegönnt. Man weiß schließlich nicht, wann man wieder dazu kommt. Alles in allem war das „Pan O’Gusto“ ein wirklich gelungenes Event, welches vor allem den Wunsch nach mehr hinterlässt.

Mehr großartige Produkte regionaler Produzenten, mehr Innovation, Genuss und Gelassenheit für Eisenstadt und nicht zuletzt mehr Feste wie das „Pan O’Gusto“. Wie gut also, dass eine Wiederholung im nächsten Jahr bereits auf dem Plan steht. Bis dahin hat die Landeshauptstadt nebst St. Georgen und Klein- immer noch ein Bahnhöflein. Sollte es einem also zuviel – oder zu wenig werden – kann man immerhin in die Bundeshauptstadt flüchten und bei den Wiener Kollegen vielleicht die ein oder andere Schnecke verputzen. Aber nur über Neusiedl oder eben Wulkaprodersdorf.

Weitere Fotos findet ihr wie immer auf unserer Facebookseite – ´cause sharing is caring, Freunde!

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