Gesund & Günstig

1. Kauft günstige Lebensmittel!

“Super Tipp …”, werdet ihr euch jetzt denken. „Daran haben wir ja noch gar nicht gedacht”. Glaubt mir! So lächerlich einfach dieser Tipp klingt, so selten wird ihm bewusst Beachtung geschenkt. Gesunde Ernährung muss nicht aus überteuerten Superfoods bestehen. Es gibt etliche Lebensmittel, die sowohl gesund als auch günstig sind. Da wären beispielsweise:

Paprika
Sellerie
Kraut
Kartoffeln
Karotten
Äpfel
Zwiebel
Naturbelassenes Popcorn (Körner)

Saisonales Obst und Gemüse
Käse im Block (statt bereits gehobelt oder aufgeschnitten)
Gefrorenes Gemüse
Gefrorene Früchte
Eier
Pasta
In Wasser konserviertes Obst und Gemüse

Linsen
Bohnen
Haferflocken
Fischkonserven
Kräuter
Huhn (nicht filetiert, sondern im Ganzen)
Reis u.v.m.

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2. Verzichtet auf günstige Mahlzeiten ohne Nährwert!

Ein Cheeseburger ist für einen Euro zu haben. Dasselbe gilt für eine Packung Chips. Kein Wunder also, dass so viele Menschen denken, Junkfood wäre günstiger als gesunde Lebensmittel. Das stimmt aber nicht, denn Cheeseburger und Chips haben einen äußerst schlechten Nährwert. Unser Körper braucht keine frittierten Kartoffeln. Er braucht kein Weißmehl mit Ketchup, Analogkäse und einem traurigen, faschierten Laibchen in der Mitte. Das erkennt man sehr schnell daran, dass man nach diesen Mahlzeiten ratzfatz wieder Hunger hat und im Endeffekt nachlegen muss. Das wirkt sich nicht nur auf Figur und Gesundheit aus, sondern auch auf den Geldbeutel. Von weiteren sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen mal ganz abgesehen.

Das bedeutet nun natürlich keinesfalls, dass ihr auf Desserts, Salzgebäck & Co. verzichten müsst. Es sollte lediglich die Ausnahme bleiben und nicht zur Hauptmahlzeit avancieren. Bunte, ausgewogene Mahlzeiten halten zudem länger satt.

3. Macht’s euch selbst!

Convenience Food und Fertigprodukte sind weitaus teurer als frisch zubereitete Mahlzeiten. Mal ganz abgesehen vom industriell verarbeiteten Zucker und den Unmengen Salz und Zusatzstoffen. Anstatt euer sauer verdientes Geld für schlechte (Halb-)Fertigprodukte aus dem Fenster zu schmeißen, solltetihr lieber auf günstigere, hochwertigere Zutaten zurückgreifen und die Zügel selbst in die Hand nehmen. Das ist nicht nur billiger, es schmeckt auch besser. Außerdem lassen sich etliche Mahlzeiten wunderbar im Voraus zubereiten, einfrieren und bei Bedarf auftauen. So ist euer Essen nicht nur gesund und günstig, sondern genauso rasch zubereitet wie ein Fertiggericht.

Sugo (einkochen; einfrieren)
Palatschinkenteig (einfrieren)
Salsa
Einfache Pastagerichte
Oatmeal/Müsli
Pommes
Wassereislutscher
Pasta selber machen und einfrieren

Chicken Nuggets
Dressing/Marinade
Pizzateig
Risotto
Pesto
Kräuterpaste
Suppe (einkochen, einfrieren)

– all diese Gerichte lassen sich problemlos zu Hause zubereiten, schmecken um Welten besser als fades Zeug aus dem Packerl und kosten lediglich einen Bruchteil.

4. Kauft große Mengen!

Und friert sie ein! Ein ganzes Huhn ist günstiger als Hühnerfilet und auch der Preis fürs Filet ist in großen Mengen niedriger. Wer ein ganzes Huhn kauft, hat davon außerdem nicht nur Hühnerbrust und Keule, sondern kann die übriggebliebenen Knochen gleich zum Einkochen von aromatischer Hühnersuppe verwenden. Das ist nicht nur gesund und günstig, sondern auch unglaublich praktisch. Obst und Gemüse ist in größeren Mengen ebenfalls deutlich billiger. Wer sein Obst und Gemüse einfriert, kann sich im Sommer übrigens ratzfatz einen cremigen und erfrischenden Frühstücks-Smoothie zaubern. Zwiebel und Kräuter lassen sich mit etwas Olivenöl problemlos in aromatische Kräuterpasten verwandeln und so optimal konservieren. Auch Pesto ist eine tolle Möglichkeit, frische Lebensmittel haltbar zu machen. Einfach Nüsse nach Wahl mit Kräutern vermischen und dann zusammen mit etwas Käse mörsern.

5. Esst saisonal!

Beim Kauf von Obst und Gemüse sollte man nicht nur zum Vermeiden langer Anfahrtswege und guter Qualität, sondern auch des Preises wegen lieber auf saisonale Produkte zurückgreifen. Auch hier gilt: Größere Mengen sind deutlich günstiger und lassen sich fabelhaft einfrieren oder einkochen. Herrliche Tomatensauce im Dezember? Ja, bitte – am besten aus dem eigenen Garten. Das heißt nicht, dass man auf Zitrusfrüchte und Bananen verzichten muss. Lediglich ein bewusster Konsum wäre empfehlenswert. Was nicht jeder weiß: Auch Zitrusfrüchte haben Saison. Und zwar im Herbst und im Winter. Zu diesem Zeitpunkt schmecken sie auch am besten.

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6. Plant im Voraus!

Plant eure Mahlzeiten im Voraus. Das spart nicht nur Bares, sondern auch Nerven und meist auch unnötige Kalorien. Außerdem müsst ihr nicht stundenlang durch die Supermarktregale laufen, sondern könnt gezielt und in kürzester Zeit euren Einkauf erledigen. Vergesst nicht eure Bürosnacks in euren Menüplan aufzunehmen und bereitet diese dann am besten gleich zu Hause zu. So läuft ihr nie Gefahr, zu großen Hunger zu bekommen und habt außerdem automatisch weniger Lust auf Schokoriegel & Co.

Roter Faden Taschenkalender

7. Trinkt Wasser!

Was ist gesund und günstig und außerdem immer verfügbar? Richtig, Wasser! Wenn ihr schon das Glück habt, in einem Land zu leben, dessen Wasserversorgung derart gut ist wie jene in Österreich oder Deutschland, dann greift doch einfach zu! Auch hausgemachter, ungesüßter Eistee ist ein großartiger Durstlöscher. Der ist ebenfalls gesund und günstig und spart zudem haufenweise Verpackungsmaterial. Dazu gießt ihr lediglich euren Lieblingstee auf und kombiniert ihn mit dem Fruchtsaft eurer Wahl. Danach ab in den Kühlschrank und warten, bis alles vollständig ausgekühlt ist.

8. Baut euch einen eigenen Sprossengarten!

Unser letzter Tipp scheint vielleicht etwas ungewöhnlich. Bei genauerem Hinsehen ist er aber einer der besten Ratschläge. Sprossen sind schließlich unglaublich gesund und voller wichtiger Nährstoffe. Außerdem braucht ihr für eure eigene Sprossenzucht lediglich passende Sprossengläser und Keimsaat. Beides ist für verhältnismäßig wenig Bares zu haben. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele Sprossen man mit einem Päckchen Keimsaat züchten kann. Zum Züchten braucht ihr dann nur noch frisches Wasser und ein bisschen Geduld.

Ob Alfafa, Amaranth, Bockshornkleesamen, Brokkolisamen, Dinkel, Erbsen, Gartenkresse, Kamut, Kichererbsen, Kürbissamen, Quinoa, Linsen, Mungobohnen, Radieschen, Rettich, Roggen, Rucola, Sesam oder Sonnenblumenkerne spielt dabei übrigens keine Rolle. Sie alle sind kinderleicht zu ziehen, ergiebig und schmecken  außerdem einfach fantastisch. Die Nährstoff-Königin unter den Sprossen ist übrigens Brokkoli-Saat. Brokkoli-Sprossen sind aus ernährungsphysiologischer Sicht etwa 50 mal wirkungsvoller als Brokkoli selbst. Aber auch Radieschensprossen sind unglaublich gesund. Sie enthalten Vitamin A, B1, B2 und C sowie die Mineralien Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Niacin, Natrium und Phosphor. Zudem sind sie reich an entzündungshemmenden Senfölen, die ihnen auch den typisch scharfen Geschmack verleihen. Dazu aber im nächsten Posting etwas mehr.

Sprossenzucht-für-Daheim

Gesund und günstig: Eure Tipps

Wir hoffen, dass der ein oder andere Tipp für gesunde und günstige Ernährung euch ein wenig weiterhilft und freuen uns außerdem schon auf eure ganz persönlichen Empfehlungen!

2 Comments
  • Gemüseabo Fan

    2. August 2018 at 6:18 Antworten

    Gerade bei Obst und Gemüse ist mir Frische immer noch wichtig. Auch wenn man Vitamine einfrieren kann. Dem Geschmack von Gemüse, das frisch vom Hof kommt kann es in jedem Fall nicht bieten.

    • Katharina

      2. August 2018 at 9:04 Antworten

      Servus „Gemüseabo-Fan“!

      Frisches Obst und Gemüse ist geschmacklich natürlich ungeschlagen,, da hast du selbstverständlich absolut Recht. Würd ich aber auch nie abstreiten! 🙂

      Nichtsdestotrotz friere ich z.B. Beeren und Bananen immer in großen Mengen ein, um sie in mein Frühstücks-Smoothie zu rühren. Das sorgt für eine tolle, cremige Konsistenz. Und auch die erwähnten Pestos und Kräuterpasten verwende ich sehr gerne. Große Mengen zahlen sich in vielen Fällen einfach aus – vor allem aus finanzieller Sicht. Das bedeutet aber nicht, dass ich der Meinung bin, man sollte frisches Obst und Gemüse vom Speiseplan streichen.

      Ein Gemüse-/Obst-Abo ist – vor allem in der Stadt – sicher nicht unpraktisch, mit Sicherheit aber nicht die günstig(st)e Alternative – darum geht’s in diesem Artikel ja eigentlich. 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

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